„… dann wäre Barça kollabiert“: Laporta will „das Geleistete vollenden“

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Im Zuge der Präsidiumssitzung hat Joan Laporta sein Amt niedergelegt, um bei den anstehenden Präsidentschaftswahlen des FC Barcelona (15. März) kandidieren zu können. Der 63-Jährige blickt optimistisch auf eine erneute Amtszeit.

Laporta deutet ein klares Ziel an

„Ich gehe mit dem Wunsch, euch bald wiederzusehen“, erklärte Laporta und unterstrich die Zufriedenheit der Vereinsbasis: „Die Culés sind glücklich, wir haben die Freude zurückgebracht. Ich hinterlasse den Klub in einem besseren Zustand als vor fünf Jahren. Wir mussten schwierige Entscheidungen treffen, und angesichts dessen, wie sich alles entwickelt hat, sind wir stolz darauf.“

Mit Blick auf die sportliche Bilanz seit dem Start seiner zweiten Amtszeit in 2021 hofft Laporta auf das erneute Vertrauen der Mitglieder. „Die Spieler sind die Architekten der Erfolge der letzten fünf Jahre, es waren viele Titel. Ein Titel entzieht sich uns noch, aber das heben wir uns für die kommenden Jahre auf, wenn uns die Mitglieder wählen“, sagte er in Anspielung auf die Champions League.

Auch die Bauarbeiten am Spotify Camp Nou hob Laporta hervor: „Es ist das größte Vermögensprojekt in der Geschichte des Klubs.“ Er ist überzeugt, dass die Mitglieder sowohl die Stadionmodernisierung als auch die Arbeit des bisherigen Vorstands bei ihrer Wahlentscheidung honorieren werden.

Laporta: Ohne die Mitglieder wäre der Club kollabiert

Laporta wollte auch ein paar herzliche Worte an die Mitglieder richten, die ihm in diesen fünf Jahren Amtszeit ihr Vertrauen geschenkt haben: „Dank ihnen konnte eine grundlegende Stabilität aufrechterhalten werden, um den Verein zu retten. Hätten wir bestimmte Entscheidungen nicht getroffen, wäre der Club kollabiert, und das ist nicht geschehen.“ Damit meint Laporta den Umzug ins Olympiastadion und die Zusammenstellung des Kaders.

Er erklärte zudem die ersten Gründe, warum die Mitglieder ihm bei den Wahlen am 15. März ihre Stimme geben sollten: „Wir wollen weitermachen, weil wir das Geleistete vollenden und, wenn möglich, verbessern wollen. Wir wissen, wie man das macht, und deshalb treten wir an.“ Laut Laporta wüsste sein Präsidium am besten, was in allen Bereichen geleistet werden muss: sportlich, institutionell, gesellschaftlich und wirtschaftlich. Auch wenn der letzte Punkt noch ausbaufähig scheint.

Laporta tritt als Barça-Präsident zurück

4 Kommentare

  1. Ich hoffe, die Mitglieder stimmen für ihn. Er hat sehr gute Arbeit geleistet, nur Messis Abgang hätte er anders handhaben müssen. Finanziell war es aber nicht zu stemmen… Wirtschaftlich sind wir mittlerweile auf einem guten Weg, Stadion ist fast fertig, Der Kader ist top und noch sehr jung. Und mit Flick haben wir den Jackpot! Was andere Kandidaten versprechen interessiert mich nicht. Mit Barto hatten wir schon mal so ein Experiment…

  2. Finde auch, dass er insgesamt einen sehr guten Job gemacht hat. Dass nicht alles immer optimal laufen kann, ist bei diesen Mammutaufgaben ja selbstverständlich. Finde auch, dass er in letzter Zeit etwas zurückhaltender agiert. Das ergibt eine viel bessere Außenwirkung. Was er auf die Beine gestellt hat, muss man erst mal schaffen. Und die Alternative ist ja nun auch nicht so berauschend. Wenn Font Deco absägen will, bin ich mir nicht sicher, ob sich da dann nicht auch noch Flick vom Acker machen würde. Dann stünden wir mit lauter neuen Köpfen da. Das braucht im Moment sicherlich keiner.

    • Laporta ist letztlich auch ein Geschäftsmann. Ich glaube, er weiss sehr genau, wann es sich lohnt, öffentlich ein wenig zu polarisieren und wann Zurückhaltung angesagt ist. Unterm Strich hat er den Klub vor dem finanziellen Kollaps bewahrt. Vielleicht nicht immer mit den saubersten oder elegantesten Mitteln, aber am Ende zählt doch vor allem das Ergebnis.

      Was Deco betrifft, hatte er aus meiner Sicht schlicht das Pech, dass dem Verein finanziell stark die Hände gebunden sind. Ich denke, er pflegt ein gutes Verhältnis zu Flick und würde ihn gerne mit den passenden Spielern verstärken, wenn Barca die nötigen Mittel hätte. Und ehrlich gesagt sind die bisherigen Verpflichtungen alles andere als schlecht.