Flick schüttelt den Kopf: Dro Fernández verlässt Barça Richtung PSG

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Der 18-jährige Dro Fernández verlässt den FC Barcelona und erhofft sich bei Paris Saint-Germain eine bessere Entwicklung. Hansi Flick fehlt das Verständnis für den Wechsel.

Abgang nach fünf Profi-Einsätzen bei Barça

Jetzt ist der Transfer besiegelt: Dro Fernández kehrt dem FC Barcelona nach fünf Einsätzen für die Profis den Rücken und wechselt zu Paris Saint-Germain. Das hat am Montagabend zuerst der Ligue-1-Klub bekanntgegeben. Der seit kurzem erst 18-jährige Spanier bindet sich bis zum 30. Juni 2030 an PSG.

Seinen bei Barça bis 2027 datierten Vertrag wollte der zentral-offensive Mittelfeldakteur nicht verlängern, daher erfolgte jetzt die sofortige Trennung. In Dros Kontrakt war eine Ausstiegsklausel mit einer sechs Millionen Euro hohen Ablösesumme verankert, letzten Ende es soll aber sogar mehr von Paris nach Katalonien fließen: 8,2 Millionen Euro.

Flick hat kein Verständnis

Der Abschied des Youngsters von der Blaugrana hatte sich zuletzt schon angebahnt. Hansi Flick äußerte bereits sein Unverständnis, wollte eigentlich nicht so recht seine Meinung abgeben, ließ diese dann aber doch durchblicken. Der Trainer hält Dro, der bei PSG abgesehen von der sportlichen Entwicklung mit Sicherheit auch mehr Geld verdient, offenbar für nicht richtig beraten.

„Ich werde darüber reden, wenn es durch ist, jetzt nicht. Ich will nicht darauf antworten, weil du als Trainer viel Energie in die Spieler investierst, an sie glaubst, ihnen bei der Entwicklung hilfst. Ich weiß aber auch, dass es Leute um die Spieler herum gibt. Manchmal ist es so, dass du nicht einverstanden mit dem bist, was sie machen. Aber sie sind 18, sind alt genug, um Entscheidungen zu treffen. Sie haben Leute um sich herum. Was ich den jungen Spielern aus La Masia sagen will: Wir geben ihnen die Chance, bei uns zu trainieren, sich jeden Tag zu entwickeln. Du musst da sein. Wenn du für Barça spielen willst, dann zu 100 Prozent, mit dem ganzen Herzen. Das will ich jedem sagen, der jetzt oder in der Zukunft bei uns ist. Du musst für die Farben leben. Das will ich sehen, alle anderen will ich nicht“, so Flick. Am Dienstag wird er sich im Rahmen der Pressekonferenz vor der Champions League gegen den FC Kopenhagen nun vollumfänglich äußern können – der Transfer ist perfekt.

27 Kommentare

  1. schwierige Zeiten – ich denke als gut beratener Profi wechselst du so schnell wie möglich in diese Gehaltsklasse. So schaffst du für dich und deine Familie eine finanziell sichere Zukunft. Wer weiß, vielleicht hätte er bei Barca den Durchbruch erst zu spät, oder gar nicht geschafft. Vielleicht wird es in 2-3 Jahren auch wieder alles verändert haben in Europa … Fragen über Fragen, am Ende des Tages kann ich den Jungen verstehen, wenn er Rationalität über Idealismus stellt

  2. Naja seine Gründe kennt schlussendlich nur er. Insofern verständlich, als dass seine Perspektiven mit Fermín und Olmo in absehbarer Zukunft sehr begrenzt sind. Fände es aber schade, wenn er bei PSG dann auch nur auf der Bank sitzt dafür ist er zu gut.

    Was die finanzielle Absicherung angeht: Ein guter Vertrag jetzt ist keine Garantie für die Zukunft. Als 18-Jähriger sollte Spielzeit im Vordergrund stehen, bringt auf lange Sicht mehr ein.

    • Der Übergang von Jugend zu Männerwettbewerb dauert mitunter mehr als nur ein Jahr. Manche benötigen dafür sogar 2 bis 3 Jahre und deshalb ist die Umgebung in Barcelona weltweit die beste, weil es im Schnitt die meisten Jungstars in der Kabine sitzen und man dort besser integriert wird.
      Dro‘s Entscheidung ist vor allem deswegen eine falsche und er wäre auch nicht der erste, der nach diesem Schritt nie wieder oder nur durch viele Umwege ins Rampenlicht findet.

  3. kann mich an Thiago Alcantara erinnern
    spielte bei Bayern, auch bei Liverpool eine entscheidende Rolle
    bei uns kam er nie an Iniesta oder Xavi vorbei und hat es irgendwann eingesehen
    Dro’s Position ist über besetzt
    und Geld regiert nun mal die Welt
    man will eine Familie gründen usf.
    ist so wie ich es bei Marc Bernal sagte, bevor er wieder zum Einsatz kam – auf der Bank wird man nicht zum Star

    • Der Wechsel hat nichts mit seiner Spielzeit zu tun. Versteh ich nicht wie man das jetzt hier so drehen will.
      Laporta hat selbst gesagt dass man sich einig war zu verlängern. Der Plastikklub aus Paris hat dann natürlich mehr geboten. Dro hat sich für das Geld entschieden.

      Die Frage ist warum wird hier immer noch die Konkurrenz bei Barca als Grund aufgetischt??

      Wenn es um Spielzeit ginge, dann hätte er verlängert und sich verleihen lassen oder er geht zu einem Klub wie Girona wo er sicher spielen würde. aber Psg wegen Spielzeit 😂😂 Das gleiche wurde bei Guiu auch behauptet. Jetzt putzt er Schuhe bei Chelsea

  4. Ja genau das!!
    Thiago war damals sogar zb in den U Teams der Nationalmannschaft ein Schwergewicht und kam trotzdem an unseren eingespielten Filigranekünstlern nicht vorbei.
    Diese Hürden zu nehmen ist eben nicht jedermanns Sache und ein Wechsel in Richtung Geld und Trainer mit BarcaDNA augenscheinlich die beste alternative

  5. @azulgrana
    ich glaub Fati ist so ziemlich der einzige overhypte und das ist auch nur die halbe Wahrheit, denn seine vielen schweren Verletzungen haben nicht gerade geholfen.
    Auf der Gegenseite haben wir Fermin, Eric Garcia, Yamal, Gavi (der sehr wichtig war und es ist zu hoffen, dass er wieder der Alte wird), Cubarsi, Balde (abschreiben würd ich beide noch nicht), also die nicht overhypten sind klar in der Überzahl. Und auch Bernal und Casado muss man Zeit geben, sollen alle mit Anfang 20 Weltklasse sein?
    Kein Verein hat soviele nicht overhypte Katalanen auf dem Spielbericht. 9 warens letztens.

  6. das ist korrekt. allerdings meinte ich auch nicht, dass er eine Stammplatzgarantie bei PSG erhält. sondern sich finanziell besser darstellt
    und er hat bei PSG genug Spieler, von denen er lernen kann
    er hat halt früher als Thiago reagiert und Thiago war jetzt nur ein Beispiel
    warum er wechselt, ist seine Sache. das kann Barcelona wurscht sein. wir haben auch nicht gemeckert, als Dembele und Coutinho sich semi-legal zu uns transferiert haben